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Eva Annabelle Blume - Begegnungen im dunklen Spiegel
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Eva Annabelle Blume - Begegnungen im dunklen Spiegel
Eva Annabelle Blume
Begegnungen im dunklen Spiegel
Version 3
Mit stehenden Tränen in den Augen erwachen
ein fahler Nachgeschmack auf der Zunge
Traumreste liegen im Übergang zum Rachen
flacher Odem, schwache Lunge
ich stolpere aus meiner Lagerstätte
tappe zum Spiegel, sehe Schatten an mir rütteln
vor fremden Spuren der Nacht auf der Haut rette
ich mich in den Tag hinüber, unter kaltem Wasser die Schleier abschütteln
wieder vor den Spiegel treten
Schweigen bis sich nichts mehr regt
das Herz höre ich noch beten
Schatten verziehen sich, fast frische Haut aufgelegt
am Morgen sind der Tag und ich noch jung
während der Tag reift, altere ich
schnell einen Umtrunk
doch der Spiegel verdunkelt sich
mittags Schattenauferstehen
das Herz stößt Zitterlaute aus
die Augen zudrücken und geräuscherfüllte Wehen
fluten, zwischen den Lippen stößt sich ein schwarzes Lachen heraus
Worte mischen sich unter das Gelächter
um mein Gesicht ziehen Stimmen im Kreis
mit einem geisterhaften Laut öffnet mir einer meiner Wächter
die Augen, nachmittags erscheine ich mir als Greis
den Spiegel durch Lichteinfall wieder aufhellen
die Lippen sind aufgeraut
vom Stirnrunzeln gebliebene Risse wachsen, im grellen
Flackerlicht weißgrau gealterte Haut
am Abend begleiten mich Stimmenschwalle
Erinnerungen steigen in mir auf
schon bevor ich wieder in Träume verfalle
nehmen Narben ihren dunklen Lauf.
Begegnungen im dunklen Spiegel
Version 3
Mit stehenden Tränen in den Augen erwachen
ein fahler Nachgeschmack auf der Zunge
Traumreste liegen im Übergang zum Rachen
flacher Odem, schwache Lunge
ich stolpere aus meiner Lagerstätte
tappe zum Spiegel, sehe Schatten an mir rütteln
vor fremden Spuren der Nacht auf der Haut rette
ich mich in den Tag hinüber, unter kaltem Wasser die Schleier abschütteln
wieder vor den Spiegel treten
Schweigen bis sich nichts mehr regt
das Herz höre ich noch beten
Schatten verziehen sich, fast frische Haut aufgelegt
am Morgen sind der Tag und ich noch jung
während der Tag reift, altere ich
schnell einen Umtrunk
doch der Spiegel verdunkelt sich
mittags Schattenauferstehen
das Herz stößt Zitterlaute aus
die Augen zudrücken und geräuscherfüllte Wehen
fluten, zwischen den Lippen stößt sich ein schwarzes Lachen heraus
Worte mischen sich unter das Gelächter
um mein Gesicht ziehen Stimmen im Kreis
mit einem geisterhaften Laut öffnet mir einer meiner Wächter
die Augen, nachmittags erscheine ich mir als Greis
den Spiegel durch Lichteinfall wieder aufhellen
die Lippen sind aufgeraut
vom Stirnrunzeln gebliebene Risse wachsen, im grellen
Flackerlicht weißgrau gealterte Haut
am Abend begleiten mich Stimmenschwalle
Erinnerungen steigen in mir auf
schon bevor ich wieder in Träume verfalle
nehmen Narben ihren dunklen Lauf.
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- Registriert: Fr 5. Jun 2009, 15:46
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